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Rückenschmerzen unten rechts, auch als Kreuzschmerzen bezeichnet
Letztes Update
14.12.2025
Lesezeit
3 min
Kategorie
Rückenschmerzen

Rückenschmerzen unten rechts

Was tun bei Schmerzen im unteren Rücken?

Schmerzen am Rücken rechts unten gehören zu den häufigsten Rückenbeschwerden, die Menschen im Alltag beeinträchtigen. Diese Rückenschmerzen können plötzlich auftreten oder sich schleichend entwickeln – in beiden Fällen schränken sie das Leben der Betroffenen erheblich ein. Rückenschmerzen im unteren Rücken können in verschiedenen Bereichen auftreten, also mittig, rechts oder links, und deuten oft auf Muskelverspannungen hin.

Rückenschmerzen unten rechts haben vielfältige Ursachen. Häufig liegt das Problem in der Lendenwirbelsäule, die täglich enormen Belastungen ausgesetzt ist. Die Lendenwirbelsäule ist besonders anfällig für Schmerzen, da sie das gesamte Gewicht des Oberkörpers trägt. Bänder spielen eine wichtige Rolle für die Stabilität der Wirbelsäule und des Hüftbereichs und können bei Überbeanspruchung oder hormoneller Lockerung an Elastizität verlieren, was zu Schmerzen führen kann. In diesem Ratgeber erfahren Sie, woher die Beschwerden kommen, welche Symptome auf ernsthafte Probleme hindeuten und wie Sie Rückenschmerzen im unteren Rücken effektiv behandeln können.

Woher kommen Schmerzen am Rücken rechts unten?

Woher kommen Schmerzen im unteren Rücken eigentlich? Die Ursachen reichen von harmlosen Muskelverspannungen über Verschleißerscheinungen bis hin zu ernsthaften Erkrankungen. Die Ursachen für Rückenschmerzen im unteren Rücken können sowohl körperlicher als auch psychischer Natur sein. Um zu verstehen, woher Ihre Rückenschmerzen kommen, ist ein Blick auf die Anatomie hilfreich.

Eine Überbeanspruchung der Muskulatur, zum Beispiel durch anhaltenden oder heftigen Husten oder falsche Körperhaltung, kann ebenfalls zu Schmerzen und Verspannungen im unteren Rücken führen.

Langanhaltende Rückenschmerzen erfordern eine genaue Diagnose zur Feststellung der Ursachen und einer passenden Therapie.

Anatomie – Was liegt im rechten unteren Rücken?

Der rechte untere Rücken ist anatomisch ein komplexer Bereich. Das Zentrum bildet die Lendenwirbelsäule (LWS), die aus fünf Lendenwirbeln besteht. Zwischen diesen Wirbeln liegen die Bandscheiben – flexible Strukturen, die als Stoßdämpfer fungieren.

Im Rückenbereich verlaufen zahlreiche Nerven, die vom Rückenmark abzweigen. Diese Nerven versorgen die Beine, das Gesäß und die Hüfte. Die LWS wird von Muskeln und Bändern stabilisiert, die den Rücken aufrecht halten. Die Bänder spielen dabei eine entscheidende Rolle für die Stabilität der Wirbelsäule und des Hüftbereichs. Sie können bei Überbeanspruchung oder hormoneller Lockerung an Elastizität verlieren und sind häufig an Schmerzen sowie Verletzungen beteiligt.

Im rechten unteren Rückenbereich befinden sich zudem wichtige Organe: die rechte Niere und Teile des Darms. Erkrankungen dieser Organe können ebenfalls Schmerzen verursachen, die als Rückenschmerzen wahrgenommen werden. Schmerzen im unteren Rücken rechts können auch durch organische Erkrankungen wie Nierenprobleme, gynäkologische Ursachen bei Frauen, Blinddarmentzündung, Darmverschlingungen oder Nierenbeckenentzündungen beziehungsweise Nierenkoliken ausgelöst werden. Dieses Zusammenspiel macht den Lendenwirbelbereich besonders anfällig für Beschwerden.

Muskuläre Ursachen – Verspannungen und Muskelverspannungen

Muskelverspannungen sind die häufigste Ursache für Rückenschmerzen im unteren Rücken. Etwa 85 Prozent aller Schmerzen lassen sich auf muskuläre Probleme zurückführen. Die gute Nachricht: Verspannungen sind harmlos und gut behandelbar.

Häufige Auslöser für Verspannungen:

  • Langes Sitzen: Stundenlanges Sitzen belastet den Rücken einseitig. Besonders das Sitzen in gekrümmter Haltung führt zu Kreuzschmerzen.
  • Fehlhaltungen: Eine schlechte Haltung beim Sitzen oder Stehen ist eine zentrale Ursache für Muskelverspannungen. Fehlhaltungen belasten bestimmte Muskeln dauerhaft.
  • Bewegungsmangel: Wer sich zu wenig bewegt, schwächt seine Rückenmuskulatur. Schwache Muskeln können den Rücken nicht ausreichend stabilisieren.
  • Überbeanspruchung: Eine Überbeanspruchung der Muskulatur, etwa durch anhaltenden oder heftigen Husten oder durch falsche Körperhaltung, kann zu Muskelverspannungen und Muskelkater im unteren Rücken führen.
  • Stress: Psychische Belastungen führen zu unbewusster Muskelanspannung im unteren Rücken.

Verspannungen und Verhärtungen der rechten Rückenmuskulatur entstehen häufig durch einseitige Belastung, Fehlhaltung oder Bewegungsmangel.

Die Schmerzen bei Verspannungen werden als ziehend oder drückend beschrieben. Fehlhaltungen im Alltag verschlimmern die Beschwerden zusätzlich.

LWS-Syndrom und Lendenwirbelsäulensyndrom

Das LWS-Syndrom – auch Lendenwirbelsäulensyndrom genannt – ist ein Sammelbegriff für verschiedene Beschwerden im Lendenwirbelbereich. Dieses Syndrom gehört zu den häufigsten Ursachen für Schmerzen im unteren Rücken.

Beim LWS-Syndrom handelt es sich nicht um eine einzelne Erkrankung, sondern um einen Symptomkomplex. Verschiedene Veränderungen an der Wirbelsäule können das Syndrom auslösen – von Verschleißerscheinungen über Fehlstellungen bis hin zu Entzündungen.

Die LWS ist täglich enormen Belastungen ausgesetzt. Mit zunehmendem Alter kommt es zu natürlichen Veränderungen: Die Bandscheiben verlieren an Elastizität, die Wirbelgelenke verschleißen. In manchen Fällen liegen dem Syndrom spezifische Erkrankungen zugrunde, z.B. ein Bandscheibenvorfall.

Bandscheibenvorfall als Auslöser

Bandscheibenvorfall ist ein häufiger Auslöser für starke Schmerzen im unteren Rücken. Bei diesem Krankheitsbild tritt der weiche Kern einer Bandscheibe durch den äußeren Faserring aus und drückt auf die umliegenden Nerven. Die Folge sind heftige Rückenschmerzen, die in vielen Fällen in die Beine oder das Gesäß ausstrahlen.

Typische Symptome bei einem Bandscheibenvorfall:

  • Starke, stechende Schmerzen im unteren Rücken
  • Ausstrahlung der Schmerzen in Gesäß und Beine
  • Taubheitsgefühle oder Kribbeln in den Beinen
  • Schmerzen, die sich beim Sitzen oder Bücken verstärken

Die Nerven im Lendenwirbelbereich sind besonders häufig betroffen. Wenn die ausgetretene Bandscheibe auf den Ischias Nerv drückt, sprechen Mediziner von einer Ischialgie. In solchen Fällen ist eine frühzeitige Abklärung durch einen Arzt ratsam.

Hexenschuss – wenn der Schmerz plötzlich einschießt

Ein Hexenschuss ist eine der häufigsten Ursachen für plötzlich auftretende Rückenschmerzen. Der medizinische Fachbegriff lautet Lumbago. Typisch für den Hexenschuss ist ein blitzartig einschießender Schmerz, der die Betroffenen erstarren lässt.

Der Hexenschuss tritt meist bei alltäglichen Bewegungen auf: beim Bücken, Drehen oder Aufrichten. Bei einem Hexenschuss verkrampfen die Muskeln reflexartig – eine Schutzreaktion des Körpers auf eine Überlastung.

Die gute Nachricht: Ein Hexenschuss ist zwar schmerzhaft, aber in der Regel harmlos. Die Schmerzen klingen meist innerhalb weniger Tage von selbst ab. Bewegung fördert die Heilung, Bettruhe hingegen verzögert die Genesung.

Probleme mit Hüfte und Hüftbeuger

Probleme mit der Hüfte und dem Hüftbeuger sind eine oft unterschätzte Ursache für Rückenschmerzen. Die Hüfte ist anatomisch eng mit dem unteren Rücken verbunden.

Der Hüftbeuger verbindet die Lendenwirbelsäule mit dem Oberschenkelknochen. Ein verkürzter Hüftbeuger zieht die Lendenwirbelsäule nach vorne und verursacht dadurch Schmerzen. Der Hüftbeuger verkürzt vor allem durch langes Sitzen. Regelmäßiges Dehnen des Hüftbeugers verbessert die Beweglichkeit der Hüfte und entlastet den Rücken.

Weitere Erkrankungen und Ursachen

Neben muskulären Problemen gibt es weitere Ursachen für Schmerzen im unteren Rücken. In manchen Fällen sind innere Organe für die Rückenschmerzen verantwortlich.

Nierenerkrankungen: Erkrankungen wie Nierensteine können Schmerzen verursachen, die als Rückenschmerzen wahrgenommen werden.

Entzündliche Erkrankungen: Bestimmte Erkrankungen wie Morbus Bechterew können den unteren Rücken betreffen. Diese führen zu chronischen Schmerzen, die vor allem morgens auftreten.

Wann ist Vorsicht geboten?

Folgende Warnsignale sollten Sie ernst nehmen:

  • Rückenschmerzen mit Fieber
  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Blasen- oder Darmstörungen
  • Lähmungserscheinungen in den Beinen

Bei solchen Symptomen ist eine zeitnahe Untersuchung durch einen Arzt unverzichtbar.

Typische Symptome bei Rückenschmerzen unten rechts

Typische Symptome bei Rückenschmerzen unten rechts

Rückenschmerzen unten rechts können sich unterschiedlich äußern. Die Symptome reichen von dumpfen Rückenbeschwerden bis hin zu stechenden Schmerzen. Um die Ursache zu erkennen, ist es wichtig, die Symptome richtig einzuordnen.

Zudem können Schmerzen im unteren Rücken durch psychische Faktoren wie Stress und Angst verstärkt werden.

Anzeichen für muskuläre Beschwerden

Muskuläre Beschwerden sind die häufigste Ursache für Rückenschmerzen. Die Anzeichen für Verspannungen unterscheiden sich deutlich von anderen Beschwerden. Wer die typischen Symptome kennt, kann das Schmerzgeschehen besser einordnen.

Bei Verspannungen treten die Schmerzen meist schleichend auf. Betroffene beschreiben die Beschwerden als dumpf oder drückend. Anders als bei Nervenschmerzen strahlen muskuläre Kreuzschmerzen in der Regel nicht in die Beine aus.

Ein weiteres Anzeichen: Die Schmerzen verstärken sich bei bestimmten Haltungen. Gleichzeitig bessern sich Verspannungen durch Wärme oder leichte Bewegung.

Wann strahlen die Schmerzen in Beine, Hüfte oder Gesäß aus?

Wenn Rückenschmerzen in die Beine, das Gesäß oder die Hüfte ausstrahlen, sind häufig Nerven beteiligt. Diese ausstrahlenden Schmerzen deuten auf eine Reizung von Nervenwurzeln hin.

Der Ischias Nerv ist der längste Nerv des Körpers. Er entspringt im unteren Rücken und zieht über das Gesäß bis in die Beine. Wird der Ischias Nerv gereizt – z. B. durch einen Bandscheibenvorfall – entstehen typische ausstrahlende Schmerzen.

Ausstrahlende Rückenschmerzen gehen oft mit weiteren Symptomen einher: Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Muskelschwäche im Gesäß oder den Beinen.

Schmerzen im unteren Rücken beim Sitzen, Liegen oder Bewegen

Schmerzen im unteren Rücken treten in unterschiedlichen Situationen auf. Die Frage, wann die Rückenschmerzen auftreten, gibt wichtige Hinweise auf die Ursache.

Beim Sitzen: Schmerzen, die vor allem beim Sitzen auftreten, deuten auf Fehlhaltungen oder Bandscheibenprobleme hin. Im Sitzen ist der Druck auf die Bandscheiben am höchsten.

Im Liegen: Schmerzen, die nachts auftreten, können auf entzündliche Erkrankungen hindeuten. Wenn sich Ihre Rückenschmerzen im Liegen verschlimmern, sollten Sie aufmerksam werden.

Bei Bewegung: Bewegungsabhängige Schmerzen sind typisch für muskuläre Ursachen. Interessanterweise bessern sich viele Rückenschmerzen durch leichte Bewegung.

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Rückenschmerzen im unteren Rücken – Wann zum Arzt oder zur Ärztin?

Rückenschmerzen im unteren Rücken sind in den meisten Fällen harmlos. Doch wann sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen?

In der Regel sind Rückenschmerzen kein Grund zur Sorge. Etwa 90 Prozent aller Rückenschmerzen haben keine ernsthafte Ursache und bessern sich innerhalb weniger Wochen.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten:

  • Anhaltende Beschwerden: Wenn Ihre Rückenschmerzen länger als sechs Wochen andauern, sollten Sie einen Arzt konsultieren.
  • Starke Schmerzen: Bei sehr starken Schmerzen, die Ihren Alltag einschränken, ist ein Arztbesuch ratsam.
  • Neurologische Symptome: Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen in den Beinen sind Warnsignale und sollten von einem Arzt untersucht werden.
  • Blasen- oder Darmstörungen: Suchen Sie sofort eine Ärztin oder einen Arzt auf. In solchen Fällen kann ein Notfall vorliegen.

Patienten mit Vorerkrankungen wie Osteoporose sollten bei neuen Rückenschmerzen zeitnah einen Arzt aufsuchen. Beim ersten Besuch wird der Arzt oder die Ärztin Sie ausführlich zu Ihren Beschwerden befragen.

Bei Rückenschmerzen ist Ihr Hausarzt die erste Anlaufstelle. Er kann einschätzen, ob eine Überweisung zu einem Spezialisten sinnvoll ist – z.B. zu einem Orthopäden oder Neurologen.

Stress und Schlaf bei Rückenschmerzen – Einfluss auf Beschwerden und Heilung

Stress und Schlafmangel spielen eine entscheidende Rolle, wenn es um Rückenschmerzen im unteren Rücken geht. Viele Menschen unterschätzen, wie stark psychische Belastungen und unzureichende Erholung das Schmerzgeschehen im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) beeinflussen können.

Steht der Körper unter Stress, reagiert er häufig mit einer erhöhten Muskelanspannung. Besonders im unteren Rückenbereich führt diese dauerhafte Anspannung der Muskeln zu Verspannungen, die sich als ziehende oder drückende Schmerzen bemerkbar machen. Die Lendenwirbelsäule ist dabei besonders anfällig, da sie täglich hohe Belastungen trägt und auf ein ausgewogenes Zusammenspiel von Muskeln und Bändern angewiesen ist.

Auch der Schlaf hat einen direkten Einfluss auf die Rückengesundheit. Während der Nachtruhe laufen im Körper wichtige Reparatur- und Regenerationsprozesse ab. Nur wenn der Schlaf erholsam ist, können sich die Muskeln im Rücken vollständig entspannen und kleine Schäden an der Muskulatur oder den Bandscheiben repariert werden. Schlafmangel hingegen schwächt die Regenerationsfähigkeit und kann bestehende Schmerzen im unteren Rücken verstärken.

Um Rückenschmerzen im unteren Rücken vorzubeugen oder zu lindern, ist es daher wichtig, auf einen gesunden Umgang mit Stress zu achten und für ausreichend Schlaf zu sorgen. Entspannungsübungen, regelmäßige Bewegung und feste Schlafenszeiten helfen, den Körper zu entlasten und die Rückengesundheit zu fördern. Wer auf die Signale seines Körpers hört und Stress frühzeitig abbaut, kann die Beschwerden im Bereich der LWS deutlich reduzieren und die Heilung unterstützen.

Behandlungsmöglichkeiten bei Schmerzen am Rücken rechts unten

Die Behandlungsmöglichkeiten bei Schmerzen am Rücken rechts unten sind vielfältig. Für nahezu jeden Patienten gibt es eine passende Therapie. Gezielte Übungen können Rückenschmerzen im unteren Rücken effektiv lindern und langfristig vorbeugen.

Zu den bewährten Behandlungsmethoden (b) bei Rückenschmerzen unten rechts zählen Kältetherapie, Akupunktur, Ultraschalltherapie und Reizstromtherapie. Diese Maßnahmen sollten ärztlich abgeklärt werden, um die passende Therapieform zu finden. Kältetherapie kann bei entzündlichen Rückenschmerzen hilfreich sein. Akupunktur kann Verspannungen in der Rückenmuskulatur lösen. Ultraschalltherapie kann zur Schmerzlinderung im unteren Rücken beitragen. Reizstromtherapie kann bei Schmerzen im unteren Rücken eingesetzt werden.

Ein Beispiel für die Anwendung ist die Akupunktur: Durch das gezielte Setzen von Nadeln an bestimmten Punkten, etwa im Bereich des unteren Rückens oder am Ohr, können Schmerzen gelindert und Verspannungen gelöst werden. Auch Akupressur kann auf ähnliche Weise unterstützend wirken.

Konservative Therapie – Was hilft sofort?

Die konservative Therapie umfasst alle Behandlungsmöglichkeiten ohne Operation. Bei Rückenschmerzen ist die konservative Therapie in den meisten Fällen die erste Wahl.

Bewährte Behandlungsmöglichkeiten:

  • Wärmeanwendungen: Wärme fördert die Durchblutung und lockert verspannte Muskeln.
  • Bewegung statt Bettruhe: Bewegung ist bei Rückenschmerzen besser als Schonung. Leichte Aktivität fördert die Heilung.
  • Stufenlagerung: Bei akuten Schmerzen kann die Stufenlagerung Entlastung bringen.

Die konservative Therapie zielt darauf ab, Beschwerden zu lindern und die Selbstheilungskräfte zu unterstützen. In den meisten Fällen verschwinden Rückenschmerzen durch diese Maßnahmen innerhalb weniger Wochen.

Physiotherapie und manuelle Therapie

Die Physiotherapie ist eine der wirksamsten Behandlungsformen bei Rückenschmerzen. Unter Anleitung eines Therapeuten lernen Betroffene, ihren Rücken gezielt zu stärken. Die Therapie setzt direkt an den Ursachen der Schmerzen an.

In der Physiotherapie erhalten Patienten ein individuelles Übungsprogramm. Ziel ist es, die Rückenmuskulatur zu kräftigen, die Beweglichkeit zu verbessern und Verspannungen zu lösen.

Die manuelle Therapie ist eine spezielle Form der Physiotherapie. Dabei behandelt der Therapeut gezielt Gelenke und Muskeln. Blockaden werden gelöst, die Beweglichkeit der Wirbelsäule verbessert sich.

Medikamentöse Behandlung

Die medikamentöse Behandlung spielt bei Rückenschmerzen eine unterstützende Rolle. Medikamente können Schmerzen lindern und ermöglichen, dass Betroffene aktiv bleiben.

Bei akuten Schmerzen kommen verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz. Die Behandlung sollte so kurz wie möglich erfolgen. In vielen Fällen reichen einige Tage aus.

Gängige Medikamente:

  • NSAR (z.B. Ibuprofen): Diese Schmerzmittel wirken entzündungshemmend und sind Mittel der ersten Wahl.
  • Muskelrelaxantien: In bestimmten Fällen können muskelentspannende Medikamente sinnvoll sein.

Ziel der medikamentösen Therapie ist es, die Schmerzen so weit zu reduzieren, dass Bewegung wieder möglich wird. Denn nur durch aktive Therapie lassen sich Rückenschmerzen langfristig in den Griff bekommen.

Übungen gegen Schmerzen im unteren Rücken – Ratgeber zur Selbsthilfe

Übungen gegen Schmerzen im unteren Rücken

Gezielte Übungen sind eine der wirksamsten Methoden, um Schmerzen im unteren Rücken zu lindern. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen effektive Übungen für zu Hause. Regelmäßiges Training stärkt den Rücken und löst Verspannungen.

Übung 1: Katzenbuckel und Pferderücken

Begeben Sie sich in den Vierfüßlerstand. Runden Sie den Rücken nach oben (Katzenbuckel), dann lassen Sie ihn kontrolliert durchhängen (Pferderücken). Wechseln Sie 10 bis 15 Mal zwischen beiden Positionen.

Diese Übung mobilisiert die Wirbelsäule und lockert die Rückenmuskulatur.

Übung 2: Beckenkippen zur Stabilisierung der LWS

Legen Sie sich auf den Rücken, Beine angewinkelt. Drücken Sie den unteren Rücken sanft in den Boden, dann lassen Sie ein leichtes Hohlkreuz entstehen. Die Übung aktiviert die tiefe Muskulatur rund um die Lendenwirbelsäule.

Übung 3: Dehnung der Rückenmuskulatur

Ziehen Sie im Liegen ein Knie zur Brust und halten Sie die Position 20 bis 30 Sekunden. Diese Übung dehnt die Rückenmuskulatur und löst Verspannungen.

Übung 4: Hüftbeuger-Dehnung

Gehen Sie in einen Ausfallschritt und schieben Sie die Hüfte nach vorne. Diese Übung dehnt den Hüftbeuger und entlastet den Rücken.

Übung 5: Brücke für den unteren Rücken

Heben Sie im Liegen das Becken an, bis Oberschenkel und Rücken eine Linie bilden. Die Brücke stärkt die Muskulatur im Rücken und Gesäß.

Wichtige Tipps zur Durchführung

Führen Sie die Übungen regelmäßig durch – in der Regel zwei- bis dreimal pro Woche. Achten Sie auf eine korrekte Haltung. Die Übungen sollten keine Schmerzen verursachen.

Ergänzen Sie die Übungen durch Bewegung im Alltag. Sport wie Schwimmen oder Yoga ist besonders rückenfreundlich. Dieser Ratgeber zeigt: Mit den richtigen Übungen lassen sich Rückenschmerzen effektiv behandeln.

Vorbeugung – So stärken Sie Ihre Rückengesundheit

Mit der richtigen Vorbeugung können Sie Ihre Rückengesundheit langfristig stärken. Starke Bänder und eine kräftige Muskulatur fördern die Stabilität des Rückens und können Rückenschmerzen, insbesondere unten rechts, effektiv vorbeugen.

Bewegung und Sport im Alltag

Bewegung ist der wichtigste Faktor für eine gute Rückengesundheit. Wer sich regelmäßig bewegt, stärkt die Muskulatur und hält die Wirbelsäule geschmeidig. Sport und Bewegung sind die beste Vorbeugung gegen Rückenschmerzen.

Rückenfreundliche Sportarten sind Schwimmen, Radfahren und Nordic Walking. Auch Yoga kombiniert Kräftigung und Entspannung – ideal für die Rückengesundheit.

Ergonomie am Arbeitsplatz – richtig Sitzen

Langes Sitzen gehört zu den größten Risikofaktoren für Rückenschmerzen. Wer täglich mehrere Stunden am Schreibtisch verbringt, sollte auf eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung achten.

Beim Sitzen ist der Druck auf die Bandscheiben höher als beim Stehen. Fehlhaltungen verstärken diesen Effekt. Die richtige Haltung beginnt mit der Einstellung von Stuhl und Schreibtisch. Wechseln Sie regelmäßig Ihre Sitzposition und stehen Sie mindestens einmal pro Stunde auf.

Fehlhaltungen beschränken sich nicht auf das Büro. Achten Sie auch beim Autofahren oder auf dem Sofa auf Ihren Rücken.

Die Rolle von Nacken und Rücken im Zusammenspiel

Der Nacken und der Rücken bilden eine funktionelle Einheit. Probleme im Nacken können Rückenschmerzen verursachen. Wer die Rolle des Nackens versteht, kann Beschwerden gezielter vorbeugen.

Verspannungen im Nacken entstehen häufig durch nach vorne gebeugtes Sitzen. Diese Überlastung setzt sich in den Rücken fort. Achten Sie darauf, den Kopf aufrecht zu halten, und legen Sie regelmäßig Pausen vom Bildschirm ein.

Gewicht und Überbelastung vermeiden

Jedes zusätzliche Kilogramm Körpergewicht belastet die Wirbelsäule. Bei Übergewicht müssen Bandscheiben und Muskulatur dauerhaft mehr Last tragen als von der Natur vorgesehen. Die Folge: Die Bandscheiben werden schneller abgenutzt.

Auch akute Überbelastung kann dem Rücken schaden. Gehen Sie beim Heben schwerer Gegenstände in die Knie. Die Kraft kommt aus den Beinen, nicht aus dem Rücken. Eine Gewichtsreduktion ist eine der wirksamsten Maßnahmen zur Vorbeugung – ganz im Einklang mit der Natur.

Fazit – Schmerzen am Rücken rechts unten gezielt behandeln

Schmerzen am Rücken rechts unten sind ein weit verbreitetes Problem, das Millionen Menschen betrifft. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen sind Rückenschmerzen im unteren Rücken harmlos und lassen sich erfolgreich behandeln. Dieser Ratgeber hat Ihnen gezeigt, welche Ursachen hinter den Rückenbeschwerden stecken können.

Die Behandlung von Rückenschmerzen folgt einem klaren Prinzip: Bewegung statt Schonung. Betroffene sollten aktiv bleiben, ihre Rückenmuskulatur stärken und Fehlhaltungen vermeiden. Konservative Therapie, Physiotherapie und bei Bedarf eine medikamentöse Behandlung unterstützen den Heilungsprozess.

Die Rückengesundheit liegt zu einem großen Teil in Ihren Händen. Regelmäßige Bewegung, ergonomisches Sitzen und gezielte Übungen sind die besten Maßnahmen, um Rückenschmerzen vorzubeugen.

Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, sollten nicht zögern, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine frühzeitige Therapie kann verhindern, dass aus akuten Rückenbeschwerden dauerhafte Rückenschmerzen werden. Betroffene profitieren von einer individuellen Behandlung.

Beginnen Sie noch heute damit, Ihren Rücken zu stärken. Ein starker, beweglicher Rücken ist die beste Voraussetzung für ein schmerzfreies Leben.

Ralf Baumann – Inhaber des
Therapie- und Trainingszentren Baumann
Ralf Baumann
Physiotherapeut / Geschäftsführer / Inhaber
Therapie- und Trainingszentren Baumann
Ralf Baumann ist Physiotherapeut mit über 20 Jahren Berufserfahrung und Inhaber der Therapie- und Trainingszentren Baumann. Seine Schwerpunkte liegen in der Behandlung von HWS-Beschwerden, Schwindel und Nackenschmerzen. Mit seinem Team betreut er Patienten in Poing bei München und der umliegenden Region.
Disclaimer:
Die hier bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Bildungszwecken und allgemeiner Aufklärung. Sie ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Verdacht auf eine Erkrankung wird dringend empfohlen, einen qualifizierten Arzt oder Fachexperten zu konsultieren.
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